00:00:00:
00:00:01: Und nein, es ist ein Metronom.
00:00:02: Nein, es ist kein Metronom.
00:00:03: Oh Gott.
00:00:04: Hallo.
00:00:05: Herzlich willkommen.
00:00:07: Der Eier mit der Podcast ist zurück.
00:00:10: Wie crazy.
00:00:10: Es fühlt sich irgendwie richtig verrückt an gerade.
00:00:14: Ja, weil es auch so spannend bedeutet, sehr bedeutend.
00:00:18: Und wir hatten voll die Kassenanlaufschwierigkeiten jetzt.
00:00:20: Deswegen war es eigentlich, habe ich schon damit gerechnet, dass wir gar nicht erst aufnehmen können.
00:00:24: Weißt du, worüber ich in letzter Zeit richtig viel nachdenke, gerade als ich das Wort Metronomen gesagt habe, Ich dachte, Schule ist so sinnlos und man lernt so viele sinnlose Sachen, aber in letzter Zeit fällt mir auf, wie viele unnötige Sachen ich plötzlich doch in meinem Leben brauche.
00:00:41: Und wie viele Sachen man sich aus der Schulzeit doch gemerkt hat.
00:00:43: Das merke ich jetzt, wo die Kinder in die Schule gehen und mein Sohn mich voll auf, dann fragt, Mama, woher weißt du das?
00:00:49: Und aus den Tiefen meines Hirns kommen plötzlich irgendwelche Sachen hoch, die ich in der Schule gelernt habe verrückterweise.
00:00:55: Und ich finde, während ich wirklich dachte, Schule sei so Beschäftigungstherapie, So, irgendwie dachte ich, dass die Kinder, ich hab wirklich gedacht, dass es eigentlich so ist, dass man einfach die Kinder an einem Ort versammelt und denen irgendeine Aufgabe gibt.
00:01:07: Da dachte ich so, vor Wort machen wir, warum macht man das?
00:01:10: Warum lernt man Satz des Pythagoras?
00:01:12: Warum lernt man, was ein Metronom ist und so was?
00:01:14: So, das brauchst du doch später gar nicht.
00:01:16: Aber zum Beispiel weiß man auch nicht, in welche Richtung sich irgendein Leben entwickelt.
00:01:19: Und jetzt brauche ich hier ein Metronom.
00:01:20: Und du glaubst gar nicht, wie viele mathematische Prinzipien, Schwerkraft und so.
00:01:24: Ich jetzt in der Hand werke, arbeite
00:01:26: auf Physik
00:01:27: und so weiter.
00:01:28: gebraucht
00:01:29: habe.
00:01:29: Und auch Chemie, wie sich dann irgendwas so ausdehnt.
00:01:35: Das sind ganz viele Sachen, mit denen man, die man nicht so auf dem Schirm hat, die man dann aber doch braucht.
00:01:41: Das ist wirklich cool.
00:01:42: Also man bekommt ein gutes Allgemeinwissen, wenn man da aufpasst.
00:01:46: Ist so
00:01:47: und auch wenn man nicht aufpasst, weil ich würde jetzt gar nicht sagen, dass ich eine Awa die aufgepasst hat in der Schule kommen so ein paar Fetzen kommen dann.
00:01:53: Was
00:01:53: meinst du, wie es gewesen wäre, wenn wir aufgepasst hätten?
00:01:55: Krass
00:01:56: Mann.
00:01:56: Wow.
00:01:56: Was wäre dann?
00:01:58: Das war echt verrückt.
00:01:59: Dann wären wir so akademiker Städtestens in der Influenza.
00:02:03: Ja und früh muttergewordlich.
00:02:05: Mit zwanzig hat er ein Bier vielleicht besser aufpassen sollen.
00:02:07: Ja wirklich.
00:02:08: Mit zwanzig ungeplanten Schwanger.
00:02:10: Hattet ihr Verhütung?
00:02:13: Ja, Sexualkunde.
00:02:15: Und das wurde ja sogar nach vorne verlegt.
00:02:16: Meine Tochter in der dritten Klasse hat jetzt Sexualkunde.
00:02:20: Damals in der dritten Klasse oder in der zweiten Klasse, da kam deine Mutter.
00:02:24: Und die war schwanger, weißt du?
00:02:26: Mit deiner kleinen Schwester und hat uns so Sexualkundeunterricht gegeben.
00:02:30: Wir saßen alle in so einem Stuhlkreis und dann ging es darum, dass da halt ein Wesen in ihrem Bauch lebt.
00:02:35: Das war der Sexualkundeunterricht.
00:02:37: Meine Mama kam als Vorzeigebeispiel des Schwangers.
00:02:40: Ich habe auch neulich drüber nachgedacht, wie meine Mama uns aufgeklärt hat.
00:02:43: Hat sie?
00:02:44: Ja.
00:02:45: weil ich neulich mit einem Freund gesprochen habe darüber, dass er meinte, oh Gott, das ist viel zu früh.
00:02:51: Das ist viel zu früh, weil ich ja mit meinen Kindern so super offen bin und die manchmal mit ganz spannenden Fragen von der Schule nach Hause kommen und irgendwelche Bewegungen machen und sagen, was ist das?
00:03:00: Und dann erkläre ich denen das.
00:03:03: Ich sage, wenn ihr es wissen wollt, sage ich euch die Wahrheit und ich sage erkläre euch genau, was das ist.
00:03:08: Was war das für eine
00:03:08: Bewegung?
00:03:09: Mit was, was man in der Hand hält und sich in den Mund steckt.
00:03:14: Ah, oh krass.
00:03:15: Ja,
00:03:15: und es hatte ein anderes Kind gemacht und manchmal machen die auch Geräusche.
00:03:18: So irgendwelche Jungs... Würgegeräusche
00:03:20: oder so?
00:03:20: Ja, Würgegeräusche und Stühlen.
00:03:22: In der Grundschule?
00:03:23: Nein.
00:03:24: In der dritten Klasse sogar schon.
00:03:26: Und dann frag, also ich beantworte jede Frage, weil ich will, dass meine Kinder wissen, die können mit allem zu mir kommen.
00:03:33: Egal was es ist, egal wie peinlich das ist, ich werde es beantworten.
00:03:36: Was
00:03:36: hast du jetzt so erklärt?
00:03:38: Ich habe gesagt, wenn das wissen, also dass man das dem Penis... in den Mund nimmt.
00:03:46: Und es finden, man findet es dann so.
00:03:49: Ich kann es jetzt nicht genau wieder geben, weil ich will jetzt auch überlegen, was ich hier jetzt sage.
00:03:53: Aber ich habe sie halt genau erklärt.
00:03:55: Ich habe gesagt, dass es auch so eine Sexual-Praktik ist, während man Sex hat, geht es nicht nur darum, den Penis in die Scheide zu stecken, um Kind zu machen, sondern dass es auch schön ist, für den Mann und auch der Frau Spaß machen kann.
00:04:08: Und man sich da einfach ausprobiert, dass aber nichts ist, was Kinder machen sollten, sondern wenn man später Sex hat, dass man das dann auch mal ausprobieren kann.
00:04:18: Wie haben die reagiert?
00:04:19: Die fragen dann auch immer, hast du es schon mal gemacht?
00:04:25: Und dann habe ich gesagt, ja, habe ich.
00:04:29: Und wie haben die, haben die beschämt reagiert?
00:04:31: War so eine Scham?
00:04:33: Atmosphäre oder nicht?
00:04:34: Nee, die lachen
00:04:35: dann immer.
00:04:35: Sie findet das total lustig und unterhaltsam.
00:04:38: Und so war es auch schon immer.
00:04:40: Es war dann immer mit Humor verbunden und so eine lustige Geschichte.
00:04:43: Und ich weiß, dass, darüber habe ich nämlich nachgedacht, dass meine Mama uns früher auch alle Fragen offen beantwortet hat und wir aber total beschämt waren.
00:04:50: Wir dann immer so... So, oh Gott, oh Gott, oh Gott, dachten und wollten gar nicht mit denen so unbedingt drüber sprechen.
00:04:57: Aber ich glaube, dass die heutige Generation schon viel früher damit konfrontiert ist, oder?
00:05:02: Ich muss dir sagen, dass ich habe gehört, dass also im Schulbus war es so, dass ein Junge aus der sechsten Klasse so ein Film gezeigt hat.
00:05:14: Und im Schulbus sitzen alle Kinder von den Vorschulern.
00:05:17: Was war das für ein Film?
00:05:18: Naja.
00:05:19: Wirklich?
00:05:21: Und das ist halt, weil die sitzen, die es gibt ja verschiedene Routen und dann alle Kinder, die in die Einrichtung gehen und da ist es natürlich Fächer, also Klassenübergreifend.
00:05:29: Und dann sitzt da halt ein dreijähriges Kind an dem Bus genauso wie halt ein.
00:05:34: Achtzehnjähriges Kind, so.
00:05:36: Und aber der war ja, der hat halt so ein Film gehabt und hat es dann gezeigt.
00:05:40: Ja,
00:05:40: und aber alle heute zutage auch ein Smartphone haben früher.
00:05:44: Ja, mein
00:05:48: Video oder so, da haben wir, glaube ich.
00:05:50: Und das war Anime.
00:05:52: Oder haben wir, war das dieses Two Girls One Cup?
00:05:55: Das erste, was wir geguckt haben
00:05:56: mit einem Freund von dir?
00:05:57: Nein, viel früher.
00:05:58: Wir haben nämlich damals bei dir zu Hause an deinem Computer, hast du gesagt, oh mein Gott, guckt mal.
00:06:02: Mein Video habe ich das, glaube ich, entdeckt.
00:06:03: Erst
00:06:03: mal haben wir gegoogelt.
00:06:04: Das habe ich den Kindern auch neulich erzählt, dass wir so gegoogelt haben, Penis.
00:06:09: Aber
00:06:10: wir hatten aber Dr.
00:06:11: Sommer damals.
00:06:12: Ja, aber trotzdem...
00:06:13: Was ich sehr gut fand.
00:06:14: Ich muss dir sagen, weil ich bin ja nicht so aufgewachsen, dass meine Mutter hat mich jetzt nicht so aufgeklärt.
00:06:20: Für sie war alles so voll schambehaftet.
00:06:23: Ist auch immer noch, würde ich sagen.
00:06:24: Und ich habe mich richtig viel über Dr.
00:06:26: Sommer aufgeklärt und es war eine richtig, richtig gute Anlaufstelle, weil es gab die Zeitung, aber es gab dann auch irgendwann auch deren Website und es war richtig gut.
00:06:34: Also da bin ich voll dankbar, da wurde, das fand ich auch richtig gut eingeordnet und so was.
00:06:39: Es war eine richtig gute Art.
00:06:39: Und
00:06:40: so ganz einfach erklärt.
00:06:41: Ja.
00:06:42: Und auch die Bilder waren auch nicht so krass beschönigt, also diese Menschen und so.
00:06:46: Genau.
00:06:46: Das war nicht so unrealistisch, wie man es halt heutzutage im Internet sieht.
00:06:50: Wobei, ja.
00:06:51: Pornos sollten die Kinder nicht gucken, um sich aufzuklären.
00:06:55: Aber es gibt ja auch gute Seiten, irgendwelche Wissensseiten, wo man sich aufklären könnte.
00:07:01: Natürlich gibt es ja.
00:07:01: Es gibt ja alles im Internet.
00:07:02: Es gibt bestimmt auch gute TikTok-Seiten, wo es auch so kindgerecht erklärt ist oder auch für Jugendliche, so dass es gibt auf jeden Fall so was.
00:07:11: Du musst es nur finden.
00:07:12: Und
00:07:12: du darfst nicht zu früh dir so was wie Pornos angucken.
00:07:16: Gott,
00:07:17: dass sie es in einem
00:07:18: Schulbus
00:07:18: aufgucken.
00:07:19: Das finde ich ja richtig crazy.
00:07:21: Da bin ich gar nicht bereit gerade für dieses Thema.
00:07:22: Wir sind hier bitte hierher gelandet bei diesem Thema.
00:07:24: Das war doch gar nicht geplant.
00:07:26: Das war jetzt hier der Eingang.
00:07:27: War
00:07:28: ein guter Einstieg.
00:07:29: Also, vielleicht fangen wir mal lieber ein bisschen vorne an.
00:07:33: Also wir hatten schon mal diesen Eier mit der Podcast und zwar vor ziemlich genau zwei Jahren.
00:07:37: Wirklich?
00:07:38: So lange ist das her.
00:07:39: Crazy, ne?
00:07:40: Und es ist super viel passiert.
00:07:43: Wir haben auch eigentlich nie so richtig offen und ehrlich über so Sachen gesprochen.
00:07:48: Wieso wir den Podcast nicht mehr gemacht haben.
00:07:50: Wir haben damals, als wir mit Social Media angefangen haben, hat man uns auch super, super viel zusammen immer gesehen.
00:07:56: Dann gab es eine Zeit, wo es nicht mehr so viel war.
00:07:58: Da gab es dann auch viele Fragen immer dazu.
00:08:00: Und ja, es hat sich einfach so viel verändert.
00:08:03: Und jetzt ist so der Moment gekommen, wo wir gesagt haben, okay, das ist jetzt nochmal eine völlig andere Konstellation.
00:08:08: Und das ist einfach ein richtig guter Match.
00:08:11: Wir sind seit ... im vierte Jahrhundert beste Freunde, also wir kennen uns, wir waren zusammen, sind zusammen aufgewachsen, sind zusammen im Kindergarten gewesen, gleiche Grundschule und begleiten uns eigentlich das ganze Leben immer wieder mit den Tiefen.
00:08:27: Und sind aber irgendwie am Ende des Tages doch immer wieder zueinander gekommen.
00:08:32: und ja, also ich wollte auch sagen, du hast jetzt bei Instagram hast du eine Story-Aufruf gemacht.
00:08:39: Ja, mal gucken ob da Fragen kamen.
00:08:43: Ich wollte nämlich auch sagen, wir haben den Eiermütter Podcast Instagram Account noch, der ist auch echt lustig für alle, die neu sind.
00:08:50: Die können sich da mal angucken, was wir da vorher so viele Sachen gemacht haben.
00:08:54: Das wird jetzt auf jeden Fall noch mal ein bisschen in eine andere Richtung gehen, würde ich sagen.
00:08:56: Aber ja, ihr könnt da, wir machen da mal ein Post, würde ich sagen.
00:09:01: Wenn wir hier online gehen, dann könnt ihr in die Kommentare auch reinschreiben, was ihr euch von dem Podcast wünscht.
00:09:06: Wünscht ihr euch so die... oder wir haben uns jetzt vorgestellt, dass wir einfach so ein bisschen drauf losquatschen.
00:09:12: Und ich liebe auch so Laba-Podcast.
00:09:14: Ich
00:09:15: auch.
00:09:15: Und das fanden ja auch die unsere Eierkinder immer am besten.
00:09:18: Wir wollten uns einfach auch zuhören, wie wir unsere Gespräche führen.
00:09:21: Und damals war es, also jetzt zwischendurch hatten wir so oft Telefonate, wo wir gesagt haben, jetzt hätte man eigentlich wirklich ein Mikrofon mitlaufen können, weil das wäre auch für andere interessant gewesen, weil wir voll oft auch tiefe Gespräche haben über wichtige Themen.
00:09:34: die von denen auch, glaube ich, andere einfach profitieren.
00:09:37: Ja.
00:09:37: Und die kamen tatsächlich zwei Fragen schon.
00:09:39: Ich habe es jetzt früher drei, wo man den Podcast findet bei Spotify und
00:09:46: überall, wo es Podcast gibt.
00:09:47: Ja.
00:09:47: Und wie kam es dazu, dass ihr den Podcast weiterführt?
00:09:51: Jeho, ich freue mich.
00:09:53: Ja.
00:09:54: Also vielleicht ... fangen wir damit an, dass damals vor zwei Jahren, da war es so, dass ich, also ich habe einen Ehemann und einen Sohn aus erster Beziehung und damals vor zwei Jahren hatte ich mich von meinem jetzigen Ehemann getrennt.
00:10:12: Wir hatten eine Phase, da war, ja, das war so on-off-mäßig und da haben wir ziemlich aktiv so den Podcast betrieben.
00:10:21: und dann irgendwann sind so ein paar Vorfälle gewesen, die dazu geführt haben, dass es sich nicht richtig für mich angeführt hat.
00:10:29: Ein sehr, sehr großer Punkt war die Kommentare, die wir bekommen haben.
00:10:34: Wir haben uns dann darüber auch teilweise auch in den anderen Podcast-Folgen lustig gemacht.
00:10:39: Da gab es auch eine Podcast-Folge, die irgendwie so hieß, der Großkopf und die Nazisten.
00:10:44: Und ich war der
00:10:46: Großkopf.
00:10:47: Und dann gab es so Kommentare darüber, wie ich so Kaya gegenüber bin und behandle.
00:10:53: Ich muss auch sagen, ich war auch unfassbar angespannt immer.
00:10:58: immer mehr und mehr, wie ich so bin und wie ich rede und so was.
00:11:01: Und ich hab gemerkt, dass mich die Kommentare, vor allem, dass ich dich nicht gut behandle oder so was, ne?
00:11:06: Oder so wie toxisch willst du sein?
00:11:08: Ja, oder so, ne?
00:11:09: Und es hat mich so doll getroffen und verletzt, dass ich gemerkt hab, dass ich mich dieser Situation nicht mehr aussetzen will.
00:11:16: Damit hab ich dann erst mal gesagt, ich will es nicht mehr.
00:11:19: Und dann hab ich den Podcast runtergenommen, weil wir zu der Zeit war eine wilde Zeit.
00:11:24: Und wir alle, die es schon gehört haben, damals gehört haben.
00:11:27: Wir haben so richtig aktiv so aus unserem Single Live und unseren Erlebnissen erzählt und es war unfassbar lustig und spannend und gleichzeitig fand ich es halt Felix gegenüber dann gar nicht mehr fair.
00:11:37: Alles was ich gesagt habe auch wie ich dann vielleicht irgendwas über Felix in der in dem Moment aus der Wut herausgesagt habe.
00:11:42: Hast
00:11:42: du ja nicht.
00:11:43: Du hast ja nie was Schlechtes über ihn gesagt.
00:11:45: Ja.
00:11:46: Aber trotzdem war es für ihn vielleicht auch dann komisch wenn es online ist.
00:11:49: Genau ich wollte es.
00:11:50: einfach aus Respekt zu ihm habe ich es runtergenommen die ganzen Folgen.
00:11:54: Und das war auch der Grund, warum ich halt auch gesagt habe, okay, ich möchte kein Podcast mehr mit dir, weil ich mich zu doll, ja, jetzt sind zwei Jahre vergangen.
00:12:05: Und jetzt ist eine spontan, also Anfang des Jahres, zwei Tausendfünfundzwanzig, hat sich das ergeben, dass ich im Autismusspektrum bin, also dass wir beide haben letztes Jahr unsere ADHS-Diagnose bekommen.
00:12:21: Und nach der ADHS-Diagnose kam bei mir der Autismus auf.
00:12:25: Und ja, dieses ADHS, das behandeln wir auch beide.
00:12:29: Wir nehmen Medikamente und wir können darüber auch noch mal ein bisschen mehr erzählen.
00:12:34: Und sowas ist ja auch ein spannendes Thema.
00:12:35: Aber das erklärt auch, warum, also ich bin, also das wird dem Asperger-Syndrom so zugeordnet, vielleicht so ein bisschen greifbarer.
00:12:44: Das ist so das, was... Elon Musk auch diagnostiziert hat oder was man bei Mark Zuckerberg vermutet, dass es nicht der Autismus, den man sofort sieht.
00:12:53: und vor allem Frauen.
00:12:55: sind noch mal besser in der Lage, das zu verstecken und zu maskieren.
00:12:58: Und ein riesiger Stressfaktor in meinem Leben ist, dass ich halt andauernd Sachen sage und mache und da mit irgendwie was bei Menschen auslöse, was negativ ist.
00:13:08: und ich verstehe, das ist einfach nicht.
00:13:09: Also das ich verstehe, das ist fast so, als ob ich dir, ich sag dir was und denk so das was nettes.
00:13:15: und das ist so, als ob bei dir einfach ein völlig anderer Satz ankommt, als der, den ich gesagt habe.
00:13:19: und ich weiß das gar nicht.
00:13:20: Ich wusste das immer gar nicht, dass das bei dem anderen so ankommt.
00:13:24: Und dadurch gehe ich so mein gesamtes Leben mit so einer krassen Anspannung durch die Welt, was falsch zu sagen, weil ich das gar nicht weiß, wenn ich was falsch sage.
00:13:33: Das ist das, was es so kritisch macht.
00:13:35: Und deswegen habe ich auch die ganzen Kommentare und so nochmal mehr getroffen, weil es einfach was ist, was mich schon extrem doll anspannt und so was.
00:13:43: Und ich will sagen, das Altes hat auch unsere Freundschaft nochmal richtig krass verändert.
00:13:47: Ich geb mal jetzt das Worteilig.
00:13:50: Und ich kenne dich ja schon seit dem Kindergarten und ich kenne ja deine Art.
00:13:53: Ich weiß, wie du bist und ich weiß, wie du es meinst.
00:13:55: Und deswegen habe ich das auch immer so auf die leichte Schulter genommen und so, wir haben uns ja darüber lustig gemacht.
00:14:01: Ich fand es so abwegig und so bescheuert, dass jemand sowas sagt, dass ich das damals auch nicht so richtig ernst genommen habe, weil ich einfach weiß, dass alles, was du gesagt hast, nie mit einer bösen Absicht gekommen ist, sondern einfach deine Art ist und... Du auch oft so mein schärfster Kritiker bist, weil du so ehrlich bist.
00:14:25: Es ist ja viel schwerer und anstrengender jemand anderem zu sagen, was die Wahrheit ist.
00:14:31: Anstatt das einfach so, oh, du machst das so toll, alles gut, alles gut.
00:14:34: Dem anderen auch mal Sachen kritisch zu sagen in der Freundschaft ist viel schwieriger und kann das Verhältnis halt voll belasten.
00:14:41: Und du hast es ja immer nur gemacht, um... mir was Gutes zu wollen.
00:14:45: Und oft waren es auch Sachen, die andere vielleicht dann interpretiert haben, als Kritik oder runter machen.
00:14:51: Und für uns war das aber, das ist einfach unser Humor auch.
00:14:55: Das war immer auch etwas, was ich geliebt, das liebe ich ja, ich weiß auch.
00:14:59: Und das, manche kennen uns dann noch nicht so gut genug, um das einschätzen zu können.
00:15:03: Ich weiß, dass du mein... von der ganzen Welt, von allen Menschen dieser Welt mein größter Fan bist.
00:15:08: Dass du besessen bist von mir.
00:15:11: Spaß, dass du mich so sehr liebst und dass du meine Art so sehr schätzt.
00:15:16: Und es gibt niemanden auf der Welt, der das so tut.
00:15:19: Ich hasse es, wenn du deinen Tabletten nimmst.
00:15:22: Kaya, wir
00:15:24: hatten neulich eine Haarefarbe-Action und ich bin dann nach Hause gekommen und wollte dann Felix die Geschichten erzählen und er hat gar nicht folgen können.
00:15:31: Kennst du das, wenn jemand so eine Geschichte erzählt und sich die ganze Zeit totlacht und
00:15:34: die überhaupt
00:15:34: gar nicht versteht.
00:15:35: und so war das
00:15:35: durch Tränen gelacht?
00:15:37: Ja voll, ich hab die ganze Haut den ganzen Abend, das war so schön.
00:15:40: Also dieses Verhalten von dir, dieses, was ich so da liebe, was ich so besonders und einzigartig und wundervoll und wunderschön finde, da gehören auch, und auch du bist auch jemand, du machst dich auch so, du nimmst dich auch selbst nicht so ernst.
00:15:56: Und wir beide, wir wissen auch voll genau, welche Punkte das... einander verletzen und welche nicht, wo wir so einen Bogen machen, wo wir einen Scherz drum machen können und wo nicht.
00:16:05: Woher haben wir denn gesagt, hättest du so, du selber, du hast dich immer bedürftig genannt.
00:16:11: Um das einzuordnen, das war ja so, dass ich mich vor zweieinhalb Jahren getrennt habe von meinem Vater, meiner Kinder und dann halt ohne Geld und mit Schulden darstand und richtig... Also finanziell einfach so zerstört war, dass ich das erst mal alles aufbauen musste.
00:16:28: Nicolina war ja in einer ganz anderen Position und deswegen haben wir uns immer so lustig gemacht und haben immer gesagt, die Reiche und die Bedürfnisse.
00:16:34: Und Nicolina, die hat mich ja auch, also ich war ja nie alleine und das war eigentlich auch das Schönste und das Wertvollste so in der ganzen Zeit, dass wir einander hatten und immer so viel auch über diese Situation gelacht haben.
00:16:46: Und
00:16:47: ja, es ist auch so um zum Beispiel auch Makaya jetzt so ein bisschen zu beschreiben, das werde ich auch nicht vergessen.
00:16:53: Ich hatte ein Büro und dann musste ich da ausziehen und bin da ausgezogen.
00:16:58: Und Kaya ist so, dass sie sich selber nicht so sehr so spürt.
00:17:06: Ich weiß gar nicht, wie ich es so sagen würde.
00:17:07: Ich würde sagen, wenn sie jetzt so ein Stein im Schuh hat, kann es schon sein, dass sie es wahrnimmt, aber sie würde dann so den gesamten Tag mit diesem Stein im Schuh rumlaufen und dann so ... Ja, würde ihr auch vielleicht auch vielleicht auch gar nicht auffallen, wenn sie zwei verschiedene Schuhe ansehen
00:17:20: oder so?
00:17:21: Mittlerweile ist es ein bisschen besser
00:17:23: geworden.
00:17:23: Mit der Blase am Fuß.
00:17:24: Mit der Blase am Fuß, ja.
00:17:26: Du hast eine blutige
00:17:27: Blase gelaufen, da würde jeder andere so sagen, okay, ich bleib jetzt stehen und du läufst dann einfach weiter, bis die Blase fast zu einer Blutvergiftung führt, so.
00:17:36: Und dann bist du nachts abends gekommen und hast den darauf bestanden, mit mir ins Krankenhaus zu fahren.
00:17:41: Das ist es halt.
00:17:42: Das beschreibt unsere Freundschaft da an dem Punkt auch ganz gut.
00:17:46: Auf jeden Fall.
00:17:47: Wollte ich aber sagen, dass er sich aus dem Büro ausziehen wollte.
00:17:49: Ich glaube, an dem Tag oder an dem Tag vorhin habe ich irgendwas gemacht, da ich glaube, ich weiß nicht jetzt mal, vielleicht fiktiv.
00:17:55: Ich saß mit dir am Schreibtisch und wir haben so deinen Papier kamen und die Strategie besprochen, wie wir es mit dem Steuerberater und den Anwalt machen.
00:18:01: Den nächsten Tag mussten wir ins Büro.
00:18:03: Und die Sachen ausräumen, dann haben wir das Auto voll geladen und dann haben wir es in meine Wohnung gebracht.
00:18:08: Und dann habe ich so angefangen, so Sachen irgendwie aus dem Auto rauszuholen und du hast mir so aus den Händen gerissen und dich so richtig voll gepackt.
00:18:15: Ihr müsst euch vorstellen.
00:18:16: So, sie hat sich dann so die Hände voll und dann noch was unter die Arme und dann sich noch was auf den Kopf balanciert und dann noch mal was so.
00:18:24: unter das Kinn so geklemmt geführt, aber du hast mir so ausgerissen, aus der Hand und warst so, das kann ich gut, lass mal jetzt.
00:18:30: Das ist mein Gebiet so.
00:18:33: Das kann ich jetzt gut, so, lass mal.
00:18:35: Weil du so dann, wo jeder andere irgendwie sagt, das zwickt, das piekt, oh, das fühlt sich hier unangern.
00:18:41: Du belädst dich da wie so ein, wer belädt sich dann, ein Esel?
00:18:46: Ja, da endlich selber.
00:18:47: Der nicht selber, ne?
00:18:49: Aber du bist ein Ese, der sich selber beläht.
00:18:51: Und dann weißt du, du hast dann so... Du machst dann... Und das liegt auch an dem ADHS.
00:18:58: Das hat sich jetzt auf jeden Fall verbessert, aber... Oh Gott, ich liebe das wirklich so sehr.
00:19:02: Ich erlebe dann so tolle Sachen mit ihr wirklich dann.
00:19:07: Weiß ich auch nicht, wo wir zum Spielplatz
00:19:08: gegangen sind.
00:19:09: Und du machst es dir dann so kompliziert.
00:19:11: Nimmst dann irgendwelche Boxen aus der Tasche und dann trägst du die Boxen und dann gibst du dem Kind noch das Spielzeug und dann... Dann hast du hier und du hast dann so eine ganz spezielle Leichtigkeit, die ich so vergötere.
00:19:25: Ja, das lieb ich an mir eigentlich auch am meisten die Leichtigkeit, die ich immer hatte.
00:19:29: Und die habe ich aber eine ganze Zeit lang verloren.
00:19:31: Weißt du noch?
00:19:33: Ja.
00:19:33: Erinnerst du dich?
00:19:34: Vielleicht kannst du dir mal erzählen, wie du die letzten zwei Jahre so wahrgenommen hast.
00:19:37: Und der Pause, in der wir... Pause,
00:19:40: wir hatten nie eine Pause.
00:19:41: Ja, der Podcast Pause.
00:19:42: Der Podcast,
00:19:43: ich dachte in unserer Beziehungspause.
00:19:45: Genau.
00:19:47: In der Podcast, ich weiß gar nicht genau, wann das jetzt war, aber...
00:19:53: Also es war dann so, dass ich bin dann nochmal mit Felix zusammengekommen.
00:19:58: Und wir sind dann ausgezogen, in eine andere Wohnung gezogen und dann...
00:20:04: Ach genau, in die Wohnung.
00:20:05: Ja, da hast du auch weiter weggewohnt.
00:20:06: Davor hast du ja wirklich nur fünf Minuten von mir entfernt gewohnt und dann warst du schon noch ein ganzes Stück weiter weg.
00:20:11: Und da hat sich, ich glaube, im letzten Jahr hat sich bei mir einfach so extrem viel auch verändert.
00:20:19: Ich habe ja, also es wurde erst mal alles richtig schlimm finanziell, war es dann... Auch diese ganzen Schwierigkeiten mit dem Schulden abbezahlen.
00:20:30: Und ich hatte auch meine Essstörung, wurde immer schlimmer.
00:20:35: Ich war extrem empfindlich, was Geräusche angeht.
00:20:39: Und ich war einfach jeden Tag auch irgendwie gestresst.
00:20:42: Und sonst war es ja immer mein Ding, dass ich egal, wie unordentlich das war oder so, dass ich immer getanzt habe und immer gute Laune hatte und mit meinen Kindern so richtig innig war.
00:20:51: Und wir so ... Wir gingen den Rest der Welt egal, was es ist.
00:20:55: Und dann gab's diese Zeit, wo ich einfach so erschöpft war, erschöpft von allem.
00:20:59: Das war alles irgendwie erdrückend.
00:21:02: Und dann wurde meine Essstörung auch viel schlimmer.
00:21:06: Ich hab seit ich fünfzehn bin immer wieder unter Bolemy gelitten.
00:21:09: Und es war dann in den Schwangerschaften.
00:21:11: Und als ich Kinder gesteht hab, war das nie ein Thema.
00:21:14: Aber immer wieder zwischendurch.
00:21:15: Und vor allem in Zeiten, wo es schwierig war, kam es immer wieder hoch.
00:21:19: Und dann ... war es auch so in der, wo ich denn die ersten Reisen mit den Kindern alleine unternommen habe, was so eine Herausforderung und so ein psychischer Druck für mich war, dass da auch meine Essstörung so schlimm und doll wurde.
00:21:32: Und da habe ich ja dann auch letzt, jetzt glaube ich Anfang des Jahres, meine, also, zwei tausendfünfundzwanzig, meine Therapie angefangen, ungefähr.
00:21:40: Genau.
00:21:42: Und ich hatte irgendwie, ich weiß es nicht, so am Anfang nicht das Gefühl, dass es so richtig was ... und ich hatte ja vorher noch nie eine Therapie so richtig gemacht.
00:21:53: Was würdest du jetzt sagen, so rückblickend betrachtet, weil ich weiß, ich hab das auch gehört in einem Video, hast du auch über die Therapie gesprochen.
00:22:01: Zu der Zeit, als du die Therapie angefangen hast und so, da ging es dann auch darum, dass wir auch hier drüber gesprochen haben, dass du, wenn man immer super viel telefoniert, das hat man auch dann immer
00:22:12: nie gesehen.
00:22:12: Du hast mich immer nach jeder Therapiestunde... die ich mal zufällig angerufen und dann, nee, was.
00:22:17: Und dann haben wir immer nach jeder Therapie darüber noch mal gesprochen.
00:22:22: Und das war nicht nur die Therapie an sich, sondern auch immer unsere Einordnung danach.
00:22:26: Und weil du ja mein ganzes Leben mitbekommen hast, konntest du viele Sachen noch mal anders einwerfen und mich auf andere Wege noch mal bringen.
00:22:33: Und das war anders als die Psychologen, die ja immer so Fragen stellt, so in irgendeine Richtung.
00:22:38: Und ich erzähle dann einfach irgendwas.
00:22:40: Hast du das halt so unklassisch ja immer noch mich mir so Sachen gesagt, die dir vielleicht aufgefallen sind in meiner Vergangenheit.
00:22:48: Und dann haben wir geguckt, so resoniert es in
00:22:50: mir.
00:22:51: Du bist aber wirklich sehr, sehr krass.
00:22:53: Ich muss wirklich sagen, dass das auch echt heftig ist, dass ich dir immer so viele Sachen so klar und direkt ins Gesicht gesagt habe und du die Sachen immer... angenommen hast, weil viele Menschen haben ja echt Schwierigkeiten auch so mit der Wahrheit oder so konfrontiert zu werden.
00:23:11: Zu der Zeit war es dann auch so, dass ein großes Thema, da ist ja dann auch drum herum richtig viel passiert, dass irgendwie dein Dein Mann dann auch irgendwie ja voll schnell irgendwie dann seine neue Freundin, mit deren Kind bekommen hat und so was.
00:23:25: Und da ging es dann super viel darum, nachdem so diese erste Bedürftigkeit und das Thema Insolvenz und alles sich so ein ganz bisschen zur Ruhe gekommen
00:23:32: ist.
00:23:32: Ja, stimmt.
00:23:33: Da
00:23:33: ist es dann so ein bisschen... Und da ging es dann auch darum... Das
00:23:35: war es auch, genau.
00:23:36: Dass du das erste Mal auch so richtig mit dir und deinen Gefühlen so konfrontiert wurdest.
00:23:41: Und da haben wir dann... Da musste ich dann so voll oft so piken bis dann... bist du dann gespürt hast, was du eigentlich für ein Gefühl hast.
00:23:49: Du warst dann zum Beispiel irgendwie so wütend und das war dann aber irgendwie nicht wirklich in dem Kontext die logische Konsequenz.
00:23:56: So, dann habe ich immer gepiekt, bis dann so richtig die richtigen Emotionen gekommen sind.
00:24:00: Dann war so eine Phase, da hast du gerade die Therapie angefangen und da fingst du halt an, dich so mehr mit deinen Emotionen auseinanderzusetzen und da ging es so ein bisschen, ich hatte auch ein bisschen das Gefühl, dass die Therapie und auch die Chat GPT Gespräche, die du dann da hattest, dass die dich so ein bisschen in so eine Opferrolle gestellt haben, die du sonst so nie hattest.
00:24:24: Also es gibt ja einmal, es geht ja nicht darum, zu sagen, nein, alles gut und seine Gefühle wegzudrücken, sondern was ich ja auch immer versucht habe, ist ja immer, dass wir das so einordnen, dass wir den großen Kontext so bekommen.
00:24:40: Weißt du, was ich meine, wenn wir dann so drüber geredet haben, warum bist du so lange in so einer dysfunktionalen Beziehung geblieben und dann so nicht nur auch selbst mitgefühlt zu fühlen, sondern auch zu verstehen, was das es dir auch viel gebracht hat und das auch viele gute Momente gab und du auch Sinn gemacht hast.
00:25:01: Und es ist auch eine Überlebensstrategie, dass es eine Überlebensstrategie war, weil es ja ... irgendwie auch dann Sinn gemacht hat, dass man es einfach erörtert und so guckt, warum war das so und sich nicht nur so selbst bemitleidet, wobei es auch wichtig ist und vielleicht auch mal so dazu
00:25:17: hat,
00:25:18: dass man auch genau so ein Mitgefühl hat für sich selber und sagt, okay, es war echt schlimm und es war echt schmerzhaft.
00:25:26: Aber auch nicht so, das war echt schlimm und sich so negativ.
00:25:32: Warum habe ich das mitgemacht?
00:25:34: Warum bin ich so eine traurige Seele, die das alles mit sich machen lassen?
00:25:39: Da habe ich dann immer versucht, die ich so ein bisschen mit einem anderen Blick wegen killen.
00:25:47: mit der Prägung, die du hattest, dass es da und da Sinn gemacht hat, weil du vielleicht auch daran gezweifelt hast, ob du überhaupt in der Lage bist, Sachen alleine, so.
00:25:54: Ja, wir können euch ganz offen sprechen.
00:25:56: Also wenn jetzt... Ja, du merkst, ich bin kriptisch, ne?
00:25:58: Ja, genau.
00:25:58: Soll auch niemand denken, dass die irgendwelche Geheimnisse von mir ausplaudert.
00:26:02: Also meine Eierkinder, Nikolina hat... Also ich bin da auch ein offenes Buch, wir können gerne über alles sprechen, weil ich rede ja auch in meinen Videos drüber und ich finde das auch wirklich nichts Schlimmes und ich freue mich, wenn irgendjemand anderes vielleicht sich da wieder findet und...
00:26:14: Was daraus lernt, ja.
00:26:18: Und es war aber dann auch ein bisschen zu der Zeit so, dass bei mir gab es auch einige Baustellen.
00:26:24: Weißt du, noch damals, als ich umgezogen bin, ein Thema, das ich wirklich überhaupt nicht gerne thematisieren möchte, so alles rund um meinen Sohn.
00:26:31: Aber es ist schon so, dass vieles, was meinen Sohn betrifft, einen großen Raum auch in meinem Leben einnimmt und auch nicht immer immer so normal gelaufen ist und geradeaus und leicht war.
00:26:44: Und ich hatte dann zu dem Zeitpunkt war es auch so ein bisschen so, dass ich nicht so richtig das so regulieren konnte mit dir.
00:26:53: Also ich war nicht so, wie ich das gerne gewollt hätte.
00:26:56: Und du warst auch damals nicht so in der Position.
00:26:59: Das war einfach eine richtig spannende, richtig wichtige Phase, in der du aber so sehr Ja, doch so viel auch hinterfragt hast, da kam ja auch so viele Fragen über deine Familie, über dein Verhältnis mit wirklich allen Menschen und...
00:27:17: Aber im Nachhinein war das irgendwie richtig wichtig.
00:27:20: Das war zwar so, dass es hat mich... es war dann auch zwischenzeitlich so als welche, wie in so einer Depression, dass ich mich auch voll so selber bemitleidet habe, aber ich glaube, dass es gerade wichtig ist, so eine Zeit
00:27:33: zu haben.
00:27:33: Und
00:27:34: dann... Ja, habe ich echt viel hinterfragt und so mit...
00:27:39: Ist auch eine super aufführende Zeit gewesen.
00:27:41: Ja, und ich habe ja, was mein Problem auch war, dass ich Gefühle nie zugelassen habe, dass ich das nie, ich habe Gefühle nicht gespürt, aber ich wollte sie auch nicht spüren und ich wollte sie auch nicht zulassen und habe dann auch oft so...
00:27:51: Du wusstest gar nicht, wie du mit den umgehen sollst.
00:27:53: Und dann habe ich lieber gar nichts geführt.
00:27:55: und so habe ich auch gedacht, wie oft ich dann auch gesagt habe, juckt mich nicht.
00:27:58: So bei irgendwelchen Sachen ist mir scheißegal.
00:28:00: So, der bekommt jetzt ein Kind mit der neuen, na und ist mir doch egal, hat doch nichts mit mir zu tun, ist doch sein Ding.
00:28:05: So, dass ich bei allen Sachen immer gesagt habe, das ist mir so egal.
00:28:09: Auch bei, wenn es um irgendeinen Streit in der Familie ging oder auch unsere Streitigkeiten früher, da habe ich voll oft mich so krass abgegrenzt und habe wirklich gedacht, das stört mich nicht.
00:28:17: Und war dann so, na ja, ob wir jetzt befreundet sind oder nicht, ändert jetzt für mich.
00:28:20: auch nicht so richtig gefühlt, kalt, ich weiß nicht.
00:28:26: Ja, so wegdrücken.
00:28:27: Es war auch eine Strategie, die dir ja auch viel gebracht hat zu der Zeit, aber jetzt irgendwann kommt der Punkt.
00:28:34: Da haben wir auch drüber gesprochen, dass der Kessel, der
00:28:36: will
00:28:37: dann einfach, er will dann, das geht nicht mehr.
00:28:38: Genau,
00:28:39: das war der Topf, der schon das Wasser kocht schon, das hat Nikolina als Metapher gesagt und ich drück mit aller Kraft diesen Deckel auf den Topf, sodass bloß kein Wasser entweicht und ich diese Gefühle so doll da unten halte und irgendwann suchte ich
00:28:52: das zu Hause.
00:28:52: Wir haben dann auch, wir haben dann auch voll oft immer so, wenn so Anfälle kamen, wo du dann gegessen hast, dann haben wir auch voll oft immer so zurück.
00:29:02: geguckt, immer so richtig so, was war davor, was war davor, was genau ist davor passiert und was war davor?
00:29:07: und dann haben wir auch immer, sind wir dann auch immer zu den Gefühlen dann so gekommen ist, war zum Beispiel so, dass Kaja hat mit ihren zwei Kindern so ein Roadtrip nach Norwegen gemacht, sie hat sich gerade ein neues Auto geholt und es war ihr Traum das mit ihren Kindern zu machen und es war halt so finanziell voll des Risikos so irgendwie einerseits die Angst ob man finanziell alles bewältigt, andererseits der Druck den Kindern irgendwie was so bieten zu wollen und dann alleine mit den zwei Kindern, mit dem Auto voll viel, glaube ich, auch von außen, die so gesagt
00:29:38: haben.
00:29:38: Ja, alle.
00:29:38: Alle.
00:29:39: Du,
00:29:39: alleine.
00:29:40: Keiner hat zugetraut.
00:29:41: Alle haben gesagt, mach das nicht, mach das nicht.
00:29:43: Das ist wirklich, achte, was ist denn, wenn ihr liegenbleibt?
00:29:46: Du auch?
00:29:47: Ja.
00:29:47: Was ist denn, wenn ihr mitten auf der Straße liegenbleibt?
00:29:49: Du hast ja dann so, bitte such dir Kaja, bitte, du bist ja anders.
00:29:52: Du sagst dann so, Kaja, bitte such dir vorher die Nummer vom ADAC raus, dass wenn du auf der Straße liegenbleibst, dass du dann genau die Nummern schon parat hast.
00:29:59: So warst du, aber alle.
00:30:01: anderen in meinem Umfeld waren wirklich so, ja, weil
00:30:04: ich weiß, was meine Mutter passiert ist.
00:30:07: Voll krass.
00:30:08: Meine Mutter war mit meiner Oma, ist die nach Kroatien gefahren und dann an der Tankstelle haben die ihr einen kleinen Schlitz rein gemacht ins Auto und in den Reifen und dann ein paar Kilometer weiter ist natürlich das Auto, weil der Reifen geplatzt ist.
00:30:23: Leer war und sofort die sind halt raus und die hatten deutsches berliner kennzeichen und direkt nach den ist ein anderer berliner rausgekommen und wollte hat ihn dann geholfen und hat dann meine mutte hat den ersatzreifen und die hat dann den reifen ran gemacht ein anderer
00:30:39: deutscher
00:30:41: und dann ist auf einmal ein anderes auto vorbeigefahren und das war genau das auto was meine mutte auch gesehen hat an ihrem auto dran war bei der Tankstelle, wo sie sich noch gewundert hat.
00:30:52: Ach so, steh ich da irgendwie im Weg und dann hat sie geschaltet.
00:30:54: Krass, das ist das gleiche Auto mit irgendwie drei Männern.
00:30:57: drin und die sind dann vorbei und wollten auch rechts ran und dann haben die aber direkt.
00:31:01: dann haben die so gesagt ja braucht die Hilfe und dann hat der andere Typ direkt so gesagt nein nein und dann sind die gefahren.
00:31:06: aber weil die haben halt gesehen es sind zwei frauen alleine.
00:31:09: oh mein god.
00:31:10: wirklich
00:31:11: deswegen so eine geschichte ey.
00:31:13: also alles
00:31:14: gut gegangen.
00:31:15: es ist alles gut gegangen nur war das halt so dass dieser ganze druck und die angst und du musst auch voll krass auch dadurch und das so lernen dass du die Stärke, du musstest es auch erstmal rausfinden, diese ganze Stärke.
00:31:29: Und es war dann immer so, immer so, dann immer keine Ahnung, dann hat irgendwie, warst du beim Essen mit deiner Familie und dann hat irgendjemand eine Frage gestellt, die darauf wieder hingezielt hat, ob du das alles hinkriegst und dann am Abend dann bist du so, war das dann immer, konnten wir dann die Gefühle verstehen und sobald man seine Gefühle versteht und einordnet ist, diese andere Mechanismus gar nicht mehr notwendig.
00:31:50: Genau.
00:31:51: Ja, das ist das Verrückte.
00:31:53: Und wie sich das dann auch entwickelt hat, dass es dann irgendwann besser geworden ist und weniger geworden ist mit der Erstörung.
00:32:01: Es hatte auch damit zu tun mit der Überreiztheit,
00:32:05: mit der
00:32:06: ADHS-Diagnose, die ich ja im Mai jetzt letzten Jahres bekommen habe.
00:32:10: Und dadurch, dass ich dann auch die Medikamente genommen habe, ist das mit der mit dieser Überreiztheit, die auf jeden Fall auch bei der Ersteuerung eine Rolle gespielt hat, besser geworden, aber selbst nachdem ich die Tabletten genommen, also die nehme ich ja jetzt auch seit Mai und trotzdem hatte ich aber noch S-Anfälle bis zum Sommer oder so.
00:32:28: Was dann, glaube ich, auch ein wichtiger Punkt war, war, dass ich kann mich noch voll daran erinnern, wo du bei mir warst und wir gegessen haben und wir irgendwie geredet haben.
00:32:37: und es war auch voll schwierig für mich, weil für mich ist das... Für mich ist das, warum auch immer, ich bin ja auch noch selber voll dabei, alles rauszufinden.
00:32:47: Aber für mich ist es richtig schwierig, wenn ich einen Gedanken habe, also zum Beispiel, du erzählst mir was und ich denke mir so... Aber das stimmt gar nicht, was sie sagt.
00:32:58: Das nimmt sie falsch wahr.
00:32:59: Und so.
00:33:00: Und das ist dann für mich so voll die Anstrengung und voll die schauspielerische Leistung, das dann anders zu sagen.
00:33:06: Also ich habe dann schon.
00:33:07: aufgrund meiner Lebenserfahrung weiß ich schon, wenn ich es jetzt genau so sage, wie ich es denke, dann wird es zum Streit kommen und ich will sie nicht verletzen.
00:33:16: Und dann versuche ich so diplomatisch drum herum zu reden.
00:33:20: Und dann bin ich in mir die ganze Zeit so in einem Kampf.
00:33:23: Was mache ich jetzt?
00:33:24: Wie gehe ich jetzt mit dir um?
00:33:25: Und ich glaube, ich habe mich vielleicht auch da zum Teil dann auch ein bisschen fern gehalten, weil ich auch Angst hatte, dass ich Sachen sage, die dir wehtun und dir dir grad nicht helfen.
00:33:34: Aber es war dann auch so, dass wir meinten, dass es halt auch vielleicht für dich auch nicht so gut ist.
00:33:42: Weil ich habe auch gemerkt, dass du diese Leichtigkeit und dieses positive, dass das so krass durch Druck, also dass das... Dass du so heftigen Druck hattest, alles perfekt zu machen und beruflich und zu Hause und du hast wirklich unnormale krasse Umstände.
00:34:02: Du bist in einem so schwierigen Setting mit Menschen um dich herum, die so unfair zu dir sind.
00:34:08: Also du bist eine alleinerziehende Mutter, hast die gesamte Verantwortung für deine Kinder, der Vater.
00:34:13: Deiner Kinder wirklich übernimmt halt keine Verantwortung, also keine Last, der ist halt da, wenn er da ist.
00:34:20: Und dann kommt wirklich irgendwie die Familie oder er von außen und kritisieren dich, wie ordentlich oder unordentlich deine Wohnung ist.
00:34:27: Und das hat...
00:34:27: Nicht nur das, da gibt ja noch mehr Sachen für dich einfach.
00:34:30: Und das ist immer so ungerecht, das ist wirklich viel Ungerechtigkeit da in den letzten Jahren.
00:34:34: Und
00:34:35: da war dann halt auch in dir so voll viel dein eigener Kritiker, der...
00:34:40: und Stimmen, die ich dann halt immer wieder so in meinem Kopf hatte, die mich so angespont haben, mehr zu machen, mehr zu geben.
00:34:45: Und auch dieser Druck, dass ich einfach dachte, okay, ich muss das jetzt alles, es muss so und so sein.
00:34:52: Und dann hatten wir halt auch, ich weiß noch, wo wir da saßen.
00:34:55: Da hab ich auch gerade dran gedacht, genau.
00:34:56: Im
00:34:56: Schlafzimmer, wo du da was von Beats and Roots geholt hast, dann hatten wir saßen wir so am Fenster, am Schlafzimmer an der Heizung.
00:35:04: Und dann hatte ich so zu dir gesagt, dass ... dass ich glaube, dass es auch voll gut ist, wenn du vielleicht auch mehr auch noch mit
00:35:11: anderen
00:35:12: Freunden machst, als immer nur mit mir zu sprechen und so, weil...
00:35:16: Aber ich habe auch an das Gespräch gerade gedacht, wo wir im Wohnzimmer saßen bei mir und ich da mit dem so... weil ich mich immer wieder beschwert habe, jedes Mal, wenn wir gesprochen haben, so, ja, eigentlich ist alles gut, aber ist es schon jetzt wieder so... und also, dass ich immer das Bedürfnis hatte, so ein... weißt noch letztes Jahr im Dezember, da habe ich es... also... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im
00:35:46: Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im
00:35:54: Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... Guck mal, das hätte auch nie jemand anderes so gesehen.
00:36:10: mich darauf hingewiesen.
00:36:11: Mir war es auch überhaupt nicht klar.
00:36:13: Ich habe das einfach gemacht, weil ich so dachte, es ist jetzt einfach Zeit.
00:36:16: Ich werde es jetzt einfach so warnhaft.
00:36:18: Ich weiß, dass ja manchmal bis nachts einfach so viel aussortiert und gemacht ist.
00:36:21: Du
00:36:22: bist einfach weggerannt.
00:36:22: Das war deine Strategie, um vor anderen Gefühlen und Situationen wegzurennen.
00:36:28: Und dann habe ich immer wieder gesagt, ja, eigentlich ist alles gut, aber das ist so schlimm zu Hause.
00:36:32: Das ist immer noch nicht fertig.
00:36:35: Dann habe ich ja auch diese ganze Renovierungssache gemacht.
00:36:37: Aber immer war es so, als ob der Es kann mir nur gut gehen, wenn der Haushalt stimmt.
00:36:44: So richtig
00:36:45: dumm.
00:36:45: Und da hast du dann gesagt, Kaya, da hast du mich dann richtig so angemackert, dass du komm mal klar, das ist nicht so wichtig.
00:36:55: War das eine Flucht oder was war das?
00:36:57: Da hattest du auch irgendwas gesagt, dass ich mich da so tue, als ob das so wichtig ist und das ist es nicht.
00:37:04: Und ich dadurch halt voll meine Leichtigkeit verliere.
00:37:08: War das, wo wir gegessen haben, am Tisch,
00:37:11: wo
00:37:11: wir spazieren waren, das war auch.
00:37:13: Da habe ich eine Ansage gemacht, ich hatte auch noch mal was anderes.
00:37:15: Genau, und am Tisch hast du auch noch mal eine Ansage gemacht.
00:37:18: Und das war dann auch so, da war ich im ersten Moment richtig so sauer und dachte so, warum...
00:37:24: Das ging dann darum, dass wir sind ja Content Creator und wir haben super viele Privilegien, keine Frage und wir wissen das richtig krass zu schätzen.
00:37:34: Es gibt aber halt auch wie in jedem Job da auch Herausforderungen.
00:37:37: und da ging es dann so darum, dass ich glaube, da warst du dann da Management in meinem Management.
00:37:47: Wer kann sein, dass es da so der Anfang war?
00:37:50: Auf jeden Fall.
00:37:51: meintest du dann so ja bei mir fällt es voll schwer dir fällt es alles verleicht und für mich ist es halt voll schwer und ich bin halt so und da warst du so in so einer in so einer rollen.
00:37:59: du hast so nicht deine eigene kraft so gesehen sondern deine
00:38:02: opferrolle
00:38:03: war so richtig so.
00:38:04: ich kann das nicht.
00:38:04: für mich ist es halt nicht so leicht und sowas.
00:38:06: und
00:38:07: genau
00:38:08: das ist
00:38:08: auch sehr spannend.
00:38:10: genau und dann saßen wir so am tisch und ich meine ich kann es halt einfach nicht und mir fällt es extrem schwer mich hinzusetzen die kamera anzuschalten.
00:38:16: das hat ja bei mir am Anfang zwei stunden gedauert wenn ich eine Minute Video aufnehmen wollte, weil ich mich so oft versprochen habe.
00:38:22: Und dann hat Nicolina gesagt, dann buchst du dir jetzt eine Rhetorik-Coach, dann machst du jetzt halt was dagegen und guckst jetzt, wie du das so ganz klar, du bist hier nicht so, dass du machtlos bist, sondern du kannst jetzt was dagegen tun.
00:38:38: Du musst es nur wollen, so.
00:38:40: Das Verrückte ist halt, dass ich empfinde in meiner Bei mir ist es auch so, ich bin auch nicht wütend oder so.
00:38:48: Wenn etwas passiert, zum Beispiel, ja, keine Ahnung, jetzt beim Umbau, Felix, der schneidet das Paket und rutscht mit der Säge aus und ruiniert irgendwie fünfzehn Quadratmeter Paket, die er vorher mühselig sieben Wochen verlegt hat, dann empfinde ich da nicht so eine Wut oder so.
00:39:07: gibt schon Situationen, aber in der Regel gehe ich halt an alles immer rational ran.
00:39:13: Also du sagst dann so, ja, mir fällt es halt voll schwer und ich bin dann, ich kann dann nicht die Empathie aufbringen und kann es auch nicht führen und hab es ja bei mir auch selber nicht, sondern ich bin dann so, wenn es dir schwer fällt, dann finde einen Weg, dass es dir entweder nicht schwer fällt oder dass du es anders machst.
00:39:31: Punkt.
00:39:31: Also einfach so, das ist bei mir, in meiner Welt ist einfach alles viel mehr Einfach logisch sortiert, als so emotional konnotiert.
00:39:39: Und wir sind da auch voll der gute...
00:39:41: Ja, weil ich
00:39:42: Ledge.
00:39:43: Und das... Im ersten Moment war es da halt wie ein Schlag und im zweiten Moment dachte ich, habe ich so drüber nachgedacht.
00:39:48: Am nächsten Tag saß ich schon da und habe nach der Rhetorik Coaches gesucht, habe mir Hörgücher geholt und es hat halt dann wieder so ein Umdenken bewirkt, dass ich wirklich etwas verändert habe.
00:39:59: Und dass er mir halt voll gefruchtet hat
00:40:01: und auch die Kraft, die so eine krasse Kraft auch wiedergegeben hat oder dass man macht voll ist.
00:40:07: Ja und selbst wirksam.
00:40:09: Dann war noch ein wichtiger Puzzleteil.
00:40:11: Was wollten wir?
00:40:12: gerade das Gleiche sagen?
00:40:13: Ich wollte nicht sagen, dass die Autismusdiagnose voll was verändert hat.
00:40:16: Also ich wollte was anderes sagen, dass auch ein Punkt war.
00:40:20: Unsere Freundschaft war auch ein bisschen zu dem Zeitpunkt auch zum Teil irgendwie dysfunktional, weil ich habe dann auch gemerkt, dass durch die Kommentare, die ich mache, ist es natürlich auch voll schwierig, dass du warst schon voll verunsichert in der Situation und ich konnte nicht die Empathie aufbringen, wie du sie verdient hast.
00:40:38: und ich war ja dann nicht so... so liebevoll, dass ich dann da mich mit dir hingehockt habe und mit dir geweint habe, obwohl ich da auch versucht habe, dir mit so Techniken.
00:40:47: Aber ich bin halt, das hast du mir schon mal auch gesagt, dass ich schon immer, wenn du geweint hast, dann gesagt habe, okay, was machen wir jetzt?
00:40:53: Und nicht so, ich habe dann gesagt, okay, jetzt du weinst gerade, okay, dann gebe ich dir jetzt eine Technik an die Hand, wie du jetzt mit deinen Gefühlen umgingst.
00:41:00: Jetzt setzen wir uns auf den Boden und jetzt klopfen wir.
00:41:02: Genau.
00:41:03: Und das ist halt so meine Methode, damit umzugehen.
00:41:08: Dann hatten wir halt aber auch so drüber gesprochen, weil ich dann auch so gemerkt habe, du vergleichst dich so doll und da ist so ein Druck und dann hast du mich so am nächsten Tag angerufen und gesagt ja und ich mache jetzt die Übung und ich mache jetzt das und ich mache jetzt das.
00:41:20: und ich hatte dann irgendwann auch so das Gefühl, dass das Problem war, dass wir so nah waren und dass du dich so neben mir so voll unter Druck gefühlt hast.
00:41:29: und nicht gesehen hast in der Situation, in der du warst, wie krass weit du gekommen bist im Leben und wie stark du bist und so was, weil du halt nur in dem Kosmos mit mir warst.
00:41:40: Du und ich waren so der größte Kosmos, mit dem man so geredet hat, sich verglichen hat, vielleicht noch irgendwelche Leute bei Social Media und dann hast du ja auch angefangen.
00:41:49: Da hab ich dich ja, glaub ich, eigentlich verarscht mit dem Laufkurs.
00:41:52: Weißt du noch?
00:41:52: Da wollte ich eigentlich mit dir hin.
00:41:54: Am Ende bist du da alleine hin.
00:41:57: Ja, du hast gesagt, wir gehen morgen um neun zum Laufkurs.
00:42:00: Ja.
00:42:01: Da, genau, weil das von dem Sportstudio, von dem Personal Trainer, bei dem wir am Anfang waren.
00:42:06: Genau.
00:42:07: Ja, und dann bin ich da alleine hingegangen und hab da echt, eigentlich dachte ich auch, da sind vielleicht diese Boys.
00:42:12: Ich dachte ich, deswegen gehe ich dahin.
00:42:15: Stattdessen habe ich was für Besseres gefunden.
00:42:17: Über die Mahles war dann immer alle zwei Wochen und da habe ich fünf Mädels kennengelernt, die so anders waren als wir und aus so normalen Jobs kommen und halt irgendwie so
00:42:32: normale Geschichten und Leben auch haben.
00:42:34: Und vor allem ... hab ich dann auch immer wieder gemerkt, wie verrückt mein Leben ist.
00:42:40: Und neben deinem Leben sieht mein Leben, das ist halt, unsere Leben sind beide verrückt und irgendwie so gleich oder passiert, also aus beiden Leben könnte man eine Reality Show machen, weil so viele verrückte Sachen, wir waren auch eine Zeit lang in so einer verrückten Welt und irgendwie... habe ich dann auch wieder gemerkt, das ist alles nicht normal, wie es was bei
00:43:00: mir abgeht und
00:43:02: dadurch, dass du auch die ganze Zeit dabei warst und auch meine Familie alles mitbekommen hat, haben wir gar nicht gemerkt, wie abgefuckt das ist, wie krass das eigentlich alles ist.
00:43:12: Und das hat es auch noch mal irgendwie so von einer ganz anderen Seite beleuchtet und dass man alles, also vieles auch noch mal so erzählt und... andere Reaktionen, keine Ahnung, es
00:43:21: war irgendwie... Genau.
00:43:22: Das ist auch so, dass wir haben beide in unseren Beziehungen beide richtig krasse, abgefuckte Sachen erlebt und verrückterweise beide, egal ob es in welche Richtung, ob das jetzt dann war mit Untreue, ob es Drogen waren, ob es missbräuchliche Verhalten waren und irgendwie ist es ja so, dass, also keine Ahnung, irgendwie... haben wir es so relativiert.
00:43:50: Weißt du was ich meine?
00:43:51: Weil wir beide in der Situation waren.
00:43:53: Und wenn man dann jemanden normalen irgendwas erzählt hat, dann sind die so gefühlt aus einem Wolken gefallen, während wir so waren.
00:43:59: Ja krass, ja.
00:44:00: Ja, das hatte ich auch.
00:44:04: Wirklich,
00:44:05: das sind halt alles nicht normale Sachen.
00:44:06: Die meisten haben sowas noch nicht eine Sache davon erlebt.
00:44:10: Und wir haben die ganze Bandbreite mitgenommen in so einem jungen Alter.
00:44:15: Also
00:44:16: wirklich traumatisierende Sachen ohne Ende.
00:44:18: Wir sind junger
00:44:18: Mutter geworden, so toxische Beziehungen.
00:44:22: Wahnsinnig.
00:44:23: viel erlebt.
00:44:25: Wir
00:44:27: haben wirklich viel zu erzählen, was wir nicht so offen sprechen können, vor allem weil es ja auch um...
00:44:32: Ich hatte irgendwie auch über das Thema Kokain und Kokainmissbrauch, so ein bisschen im Zuge der Haftbefehldoku.
00:44:40: Ich habe mich dafür super viel geschämt.
00:44:43: Also dieses Thema habe ich richtig erfolgreich... zur Seite geschoben.
00:44:48: Das habe ich auch gemerkt, während ich die Videos gemacht habe, dass ich voll viel nachgedacht habe und voll viel gezweifelt habe.
00:44:55: Aber eigentlich würde ich darüber auch voll gerne noch mal viel intensiver auch darüber sprechen, wie diese ganzen Erfahrungen waren, weil es war nämlich so, dass wir sind voll jung gewesen und sind halt so voll krass doll in Kontakt mit Kokain gekommen und es wurde so in unserem Umfeld so viel konsumiert.
00:45:11: Es war dann irgendwie so, dass ich war ja dann auch in einer Beziehung, in der in der ich dann nicht mehr so normal gearbeitet habe, in einem normalen Job oder so und dadurch war ich wirklich in einem Parallelunivers und das war ja nicht mehr die reale Welt, so in der ich da war und irgendwie durch die Welt gejetet und überall immer Partys und Kokain und dann irgendwie war ich mit einer, weiß ich noch, Shoppen.
00:45:35: und dann sagt sie so, sollen wir jetzt eine Leine nehmen oder sollen wir uns was zu essen holen?
00:45:39: Lass uns eine Leine nehmen, weil es besser ist für die Figur, weil man halt ja keinen Appetit mehr dann hat.
00:45:46: Wie krass, wir waren so jung und dass wir das wirklich geschafft haben, ohne Kokainnsucht, so da und...
00:45:56: Also wirklich... Unbeschalt.
00:45:57: Daraus zu kommen ist eigentlich wirklich krass.
00:45:59: Ja, das ist wirklich krass.
00:46:03: Und dass wir so psychisch gesunde Kinder haben.
00:46:06: Bei dem, wie jung wir Eltern geworden sind und in den Umständen ist eigentlich auch.
00:46:09: Und das ist das, was ich damals meinte.
00:46:11: Ich meinte, du brauchst andere Freunde, weil du musst irgendwie auch sehen, wie krass du bist.
00:46:18: Und du darfst dich nicht die ganze Zeit damit vergleichen, dass ich
00:46:22: so ordentlich bin.
00:46:24: Nein, ich bin kein Übermensch.
00:46:26: Aber du bist halt krass, wie du... ... ablieferst bei allmöglichen Themen.
00:46:30: Und das ist halt auch ... ... du hast eine wahnsinnige Kraft, wenn du dir was in den Kopf setzt, ... ... sodass du dann wirklich ... ... nachts da ... ... also einfach ... ... du bekommst, was du dir vornimmst ... ... und ... ... kämpfst halt ... ... so wie so eine ... ... krasseste Löwin ... ... um alles, was du willst ... ... und ... ... klemmst dich da so dahinter ... ... und ... ... da fühlt man sich dann, also ... ... also ich ... ... also ich verschiede schon genau, was du meinst, ... ... weil ich mich ja dann auch immer mit dir vergleiche und ... immer das Gefährt, ich schaff das nicht so.
00:46:59: Und vieles von meinem Verhalten, was du da nimmst, ist ja im Prinzip durch meine Krankheit.
00:47:09: Also ich bin auch noch irgendwie richtig frisch in dem Thema gefällt.
00:47:13: Ist auch alles so schwer, auch das so zu sagen und auch so zu verstehen, so was ist meine Persönlichkeit und was ist so... Ich habe ein Podcast gehört, der war richtig krass und zwar, also so das... Also du hast ja die ADHS-Diagnose, aber ich hab ja ADHS und Autismus.
00:47:29: Und da gibt so die Forschung, ist ja mittlerweile auch viel weitergekommen.
00:47:34: Und diese beiden sind voll die krassen Gegenspieler.
00:47:38: Und zwar ist es nämlich so, dass man sagt, dass der Autismus, der ist ja so, dass man sich auch viel zurückzieht, distanziert und viel in sich gekehrt ist.
00:47:50: Der, das ADHS, funktioniert wie der beste Freund, der einen immer wieder rausholt sozusagen.
00:47:56: Das merkt man ja auch bei mir immer voll.
00:47:57: Das ist ja auch das, was alles so bei mir so unberechenbar ist.
00:48:02: Und dann kommt sozusagen das ADHS immer wieder dazwischen und dann sagt, komm, wir machen jetzt das und wir machen jetzt das und wir machen jetzt das.
00:48:09: Der Autismus ist immer konstant da, aber das ADHS ist wohl so neurologisch, neurochemisch so, dass es halt immer wieder so reingreht sozusagen.
00:48:17: Und beim ADHS ist es so, dass der Autismus wie ein... äternteil fungiert und zwar währenddessen ja der adh ist adhs würde sagen wir machen jetzt das wir machen jetzt das wir machen jetzt das.
00:48:30: kommt dann der autistische teil der sagt so stopp wir machen jetzt erstmal hier eine struktur und wir müssen jetzt hier erstmal vorhersehbarkeit und vorsichtig und sicherheit und routinen und dass diese beiden und das ist halt auch voll spannend rauszufinden weil ich ja jetzt medikamente nehme.
00:48:45: ich nehme einmal medikamente die das die die Reizverarbeitung und so weiter vom Autismus so ein bisschen verbessern sollen und dann ADHS-Medikamente.
00:48:54: Und da merke ich halt unnormale Unterschiede, wenn ich die Medikamente nehme oder nicht.
00:48:59: Also wenn ich sie nicht nehme, dann bin ich wirklich auch nochmal anders vom Humor und so was.
00:49:04: Und wenn ich die Medikamente nehme, dann spüre ich so, dass ich einfach so sage, es ist der größte Tag meines Lebens voller Freude, weil ich heute vierzehn Stunden an meiner Liste arbeiten konnte.
00:49:16: Und fühl mich dann so beflügelt und befriedigt, dass ich meine Liste sortieren konnte und machen konnte und jetzt irgendwie mein komplettes Inventar in einer Liste erfasst habe.
00:49:31: Was wolltest du aber sagen, dass das Autistische, dass das unsere Beziehung verändert hat, die Diagnose?
00:49:38: irgendwie hat es noch mal so einen ganz anderen Scheinwerfer drauf geworfen und ich habe das noch viel besser verstanden, wie du tigst und wie ich dann die Sachen einordne.
00:49:47: Oder, weißt du was ich meine?
00:49:48: Ja,
00:49:48: vor allem auch die Art.
00:49:50: Wie wir gesprochen haben, wir hatten dann zum Beispiel auch einen Konflikt.
00:49:54: Und was sich jetzt auch voll verändert hat, ist, dass uns jetzt klar ist, dass wir nicht das Gleiche denken.
00:49:59: Und
00:50:00: die Art anders ist, wie wir denken.
00:50:01: Ich
00:50:02: glaube, es sollte eigentlich jeder tun.
00:50:03: Aber was wir jetzt viel mehr machen, ist darüber zu sprechen, wie hast du es gemeint und wie habe ich es gemeint, so, oder?
00:50:09: Ja, voll.
00:50:10: Auf jeden Fall.
00:50:11: Und ich habe auch gemerkt, dass ich voll im Streit ganz anders reagiert habe.
00:50:17: Und das hat auch auf jeden Fall mit der Psychotherapie zu tun, dass ich mich viel besser spüre, Gefühle zulasse und vielmehr auch nachdenke und nicht dann in so eine Situation gehe.
00:50:29: Aber du, aber du und dass ich mich dann so mit dir auf einer Stufe stelle und versuche dagegen zu halten.
00:50:36: Um weiß nicht, das war oft so, dass wir uns dann gegenseitig bekämpft haben.
00:50:39: Aber du hast das, aber du hast das, aber du hast.
00:50:42: Und jetzt wirst du mir das vor uns so das.
00:50:43: Und jetzt habe ich dann auch auf eine andere Ebene gegangen, weil ich gedacht habe, dir geht es gerade gar nicht um die Sachen an sich, sondern du bist gerade verletzt und du hast vielleicht auch Angst, dass wir uns jetzt, dass wir uns streiten und du mich verlierst und habe dann viel mehr darauf geachtet, dass ich dir dann so die Sicherheit gebe und gesagt habe, so...
00:51:06: Das war auch voll krass bei unserem letzten Konflikt.
00:51:09: Da hattest du irgendwas gesagt und dann meintest du, oh Mann, Siehst du, jetzt haben wir Streit, ich bereue es jetzt schon, dass ich es angesprochen habe.
00:51:19: Und dann haben wir auch drüber gesprochen, dass genau das Problem ist, dass voll viele Menschen denken, dass man Konflikte vermeiden und dass du als Zeichen der Wertschätzung versuchst, Konflikte zu vermeiden.
00:51:34: Das habe ich ja gar nicht den Gedanken.
00:51:38: In diesem Konflikt haben wir ja so voll viel geredet und da sind wir uns ja am Ende auch noch mal viel näher gekommen.
00:51:43: Ja,
00:51:43: voll was verändert.
00:51:44: Und ich glaube, ich habe in überhaupt oft ein extrem konfliktscheues Verhalten gehabt, dass ich Konfrontation komplett aus dem Weg gegangen bin und lieber alles
00:51:54: in
00:51:55: mir gehalten habe.
00:51:58: Komplizierte, ungute Gefühle hervorruft.
00:52:01: Früher
00:52:01: war ich ja voll die Diskussionsmaus.
00:52:03: Ich wollte ja jeden Kampf ausfechten und dann habe ich so kapituliert und gedacht, egal, nee, das gebe ich mir nicht nö.
00:52:12: Und was ich noch sagen wollte, ich kann ja nächste Folge gestern um meine Vergangenheit.
00:52:21: wie sich das dann noch alles entwickelt hat mit der Psychotherapie, wollte ich noch auf eines hinaus, weil ich nämlich gestern ja auch bei der Therapie war.
00:52:29: Ja, erzähle.
00:52:30: Und wir haben ja echt über so vieles geredet und dann ging es ja auch noch um.
00:52:37: so meine Bindungsangst jetzt, wo einfach total viele Themen, aber jetzt war es das Mal davor, also sie ist schwanger, meine Therapeute.
00:52:47: Und hatte...
00:52:48: Wie doll?
00:52:48: Ja, so dass sie jetzt nur noch... zwei Wochen, also nächste Woche die letzte Stunde, sondern wollte sie mich weitergeben an eine andere da im Dings, sondern saß ich aber beim letzten mal auch schon da und dachte so, hm, rüber rede ich jetzt, okay, wir haben das Thema, das Thema meinte ich auch so, ob sie das gefährt, wir müssten in eine Richtung noch weiter bohren, weil wir haben jetzt so voll viele Themen abgedeckt und ich war dann schon so, hm, und ich erzähl was und beantworte mir das am Ende immer selbst, weil ich weiß es schon und oft ist es dann auch ausgefallen und ich hatte dann drei Wochen keine Therapie.
00:53:21: und die Themen, die dann zwischendurch tricky waren, die habe ich dann auch schon in der Zeit gelöst und ich habe mich voll immer stärker geführt und dachte so krass, ich kriege das alles hin und auch bei so Themen mit der Bindungsangst.
00:53:33: Sie hat schon oft auch Sachen gesagt, die mich dann so voll zum Nachdenken angeregt haben und mich dann so in so eine Richtung gebracht haben, aber bei so vielen Themen habe ich jetzt einfach mich da so krass weiterentwickelt, dass ich so dachte, ist es jetzt überhaupt noch notwendig.
00:53:48: Und habe ich auch zu ihr gesagt, dass ich glaube, dass sie mich gar nicht weiter geben soll, sondern dass der nächste Woche meine letzte Stunde ist und ich es dann erst mal lasse.
00:53:57: Ich habe ja auch bei mir, wo der Begriff austherapiert.
00:54:03: Es geht nicht darum, dass man keine Konflikte mehr hat, keine schwierigen Situationen und du wirst immer noch Schwierigkeiten haben mit deiner Bindungsangst und bist konfrontiert mit unguten Gefühlen und so.
00:54:14: Aber die ist es jetzt bewusst und du lernst jetzt damit umzugehen und das ist... Das kannst du auch alleine.
00:54:19: Du bist auch in einem richtig tollen Setting.
00:54:21: Ich bin auch so glücklich dafür, was für wundervolle Freunde du da auch an deiner Seite hast, die du auch verdient hast, die dich so toll behandeln und mit denen du auch so wertvolle, tolle Gespräche hast und so was.
00:54:32: Und ich habe das Gefühl, dass sie, dass du mittlerweile.
00:54:36: Das Haus ist nicht fertig gebaut, aber du hast halt einen richtig guten Werkzeughoffer.
00:54:39: Ja,
00:54:39: das ist schön gesagt.
00:54:40: Und darum geht es im
00:54:41: Prinzip.
00:54:42: Bei mir genauso.
00:54:43: Das war auch der Grund.
00:54:44: Auch bei meiner Therapie, da ging es auch nicht darum, dass man sagt, man hat nie wieder mehr Probleme, sondern ich spüre dann keine Ahnung, voll die krasse Sehnsucht nach meinem Ex-Partner und denkst so, oh, ich
00:54:58: hab mich echt nie.
00:55:00: Weißt du nie?
00:55:00: Nein,
00:55:01: um Gottes Willen.
00:55:03: Ich denke, mein Therapeut hat eine richtig gute Strategie.
00:55:06: Und zwar hat er dann immer gesagt, ja, da machen sie es doch.
00:55:10: Warum sind sie dann nicht mit diesem Traummann zusammen?
00:55:14: Und er meinte auch, meine Stimme werden sie noch sehr oft hören, auch wenn wir uns nicht mehr sehen.
00:55:22: Und genauso ist es, dann habe ich so gedacht, ich seh nämlich gerade so sehr danach.
00:55:26: Und dann dachte ich so, ja, dann mach's doch einfach.
00:55:29: Was passiert denn dann?
00:55:31: Dann passiert nichts.
00:55:34: Und dieses Gefühl, was ich mir erhoffe, das passiert auch nicht.
00:55:37: Weil das eine Illusion und das eine Sehnsucht.
00:55:39: Und dieses Gefühl ist da, aber es ist eine Illusion und das wird dadurch nicht gestillt.
00:55:43: Und das Gefühl ist da, das Gefühl der Überforderung und dass ich mir wünsche, dass jemand einfach da ist und grad sagt, ich nehme dir alles ab.
00:55:53: Aber das ist nicht der richtige Weg, das ist eine Illusion.
00:55:57: Und dann hast du dir ein Haufen anderer Probleme wieder ins Haus geholt.
00:56:00: Ja, aber
00:56:01: das ist ja
00:56:02: beide so
00:56:02: nicht realistisch.
00:56:03: Nee, aber ich
00:56:04: meine nur, daran muss man auch denken.
00:56:05: Das eine ist dann, vielleicht hast du dann den einen Aspekt, der erfüllt, aber die anderen, du kaufst ja auch eine Menge Probleme mit einem.
00:56:12: Ja,
00:56:12: aber soweit gehe ich gar nicht, sondern ich finde so, ich kann richtig gut mittlerweile und ich glaube, das kannst du auch mich so von mir selber so distanzieren.
00:56:22: Also mein Verstand arbeitet dann trotzdem noch.
00:56:25: Weißt du, was ich meine?
00:56:26: Ich denke dann so.
00:56:28: Da ist ein Teil von mir, der sagt das gerade und mein Verstand und ich rede so, also
00:56:33: das ist nie
00:56:35: so, dass ich so richtig real drüber nachdenke und dann real drüber nachdenke, welche Konsequenz kommt dann oder so, sondern ich entlarve mich dann direkt schon selber, wie das das ein Trick ist von meinem Unterbewusstsein und sehe ich eigentlich nach was ganz Anderem sehend.
00:56:50: Darum geht es im Prinzip so bei der Therapie und das ist mega.
00:56:53: Ich sage dir ganz ehrlich, du weißt ja, ich bin immer ehrlich.
00:56:55: Ich sehe das auch so.
00:56:56: Ich sehe es auch so, dass du, ähm, du kannst ja auch immer noch.
00:57:01: Genau.
00:57:02: Zu ihr gehen so, aber ich glaube auch, dass du das nicht mehr brauchst.
00:57:09: Und ich spüre so krass wieder eine Verbesser, also eine Veränderung in mir, dass ich wieder so jetzt... viel mehr Leichtigkeit empfinde.
00:57:20: also voll auf so einfach so eine freude und so eine glückseligkeit und das ist voll verrückt
00:57:25: vor allem auch selbst vertrauen oder ja
00:57:27: voll einfach so.
00:57:28: ich vertraue darauf dass ich die kraft habe so alles zu schaffen voll kass das hätte ich also ich finde es richtig kass ich habe das jetzt die letzten Ich weiß nicht, zwei, drei Wochen so gemerkt, wie sich da was verändert hat.
00:57:42: Und dass ich viel intensiver auch die Sachen spüre.
00:57:45: Dass ich voll oft habe, ich dann einfach angefangen zu weinen, als ich über irgendwas gesprochen habe oder
00:57:50: so.
00:57:52: Ich fühle das ganz anders.
00:57:53: Ganz viele Sachen fühle ich komplett anders.
00:57:55: Das ist komisch.
00:57:57: Weißt du, ich habe es so gehasst, wenn meine letzte Therapeutin das immer gesagt hat, es braucht Lebenszeit.
00:58:04: Aber es war auch so.
00:58:06: Zeit hat alle wunden.
00:58:07: Ja, aber du musstest, da gab es auch keine Abkürzung, du musstest da durchgehen.
00:58:11: Du musstest da durchgehen, alleine mit deinen Kindern zu verreisen, merken mega.
00:58:16: Du musstest da durchgehen, dass die Heizung ausfällt und du aber in der Lage bist, dich drum zu kümmern.
00:58:20: Du musstest da durchgehen, dass dein Auto geklaut wurde und du kümmerst dich jetzt rüber und alles ist super und du kannst auf dich bauen und du kriegst das hin.
00:58:27: Und weißt du, jedes einzelne Erlebnis, wo es immer ... Gut ausgegangen ist, hatte ich ja immer wieder mehr und mehr gestärkt und das braucht einfach Lebenszeit am Ende.
00:58:37: Scheiße, aber es gibt da leider keinen Shortcut.
00:58:41: Ja,
00:58:41: ist so.
00:58:42: Wahnsinn.
00:58:43: Und zu deiner ganzen, was sich bei dir in den zwei Jahren verändert hat, dazu kommen wir in der nächsten Folge.
00:58:49: Oder mal jetzt noch weiter reden.
00:58:51: War nix.
00:58:55: Was hat sich denn bei mir verändert?
00:58:56: Naja,
00:58:57: auch vieles.
00:58:57: Ja, klar.
00:58:58: Das, was wir jetzt schon besprochen haben mit der Diagnose.
00:59:00: Ich seh deinen Sohn da gerade.
00:59:01: Der steht am Fenster und guckt so rein.
00:59:04: Oben oder unten?
00:59:05: Jetzt geht er gerade.
00:59:08: Naja, trotzdem auch vieles so mit dem Haus und allem.
00:59:11: Das könnte man ja auch nochmal...
00:59:13: Ja, das stimmt.
00:59:14: Ja, doch jetzt, wo du sagst, das hat sich bei mir auch einiges verändert, weil ich eingesehen habe.
00:59:21: und das früher auch nicht verstanden hat, was mir gut tut und was mir nicht gut tut und dann irgendwie mittlerweile, ich kämpfe nicht mehr.
00:59:27: Ich glaube, ich habe mein ganzes Leben lang versucht, gegen meine Zustände anzukämpfen und jetzt habe ich sie eher akzeptiert.
00:59:33: und ich bin jetzt von der Hauptstadt raus in so eine ganz kleine Stadt gezogen in Brandenburg und wir haben ein Haus gekauft und Ich hätte niemals gedacht, dass es dazu kommt, dass ich jetzt so... aber ich merke einfach, dass ich... mein Lebensmotto ist jetzt sozusagen, meine Ressourcen besser einzusetzen.
00:59:55: Also so... Dadurch, dass ich ja eine Wahrnehmungstörung habe, also eine neurologische Schwierigkeit habe, Sachen zu filtern und wahrzunehmen, also während man der neurotypische Mensch auf die Straße geht und dann ausblenden kann, welche Autos, welche Reklame, Tafeln und so weiter da sind, ist das halt für meinen Gehirn nicht so leicht und das verbraucht immer halt so wie ein Akku, weil mein Gehirn das alles halt auch mitverarbeitet und ich versuche das... einfach sinnvoller einzusetzen und jetzt in einer kleinen Stadt zu sein, wo die Straßen anders sind, wo irgendwie ein Familienhäuser sind und die die Autos nicht laut sind.
01:00:30: Das hoffentlich, wenn wir hier fertig sind, gibt mir mehr Akku und Ressourcen für die Sachen, die mir wirklich wichtig sind.
01:00:38: Das ist die Hoffnung, die ich habe.
01:00:40: Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass es so ist.
01:00:43: Aber ich, ja, darüber müssen wir nochmal in Ruhe reden, weil Das ist so spannend, dass so viele, also ich hätte das einfach niemals gedacht, bei dir ja nicht, dass du irgendwann so in so einem Haus landest und so aus der Stadt heraus, weil du hast ja auch das immer geliebt, einfach diese Flexibilität einfach da hinzufahren, spontan Kaffee zu trinken und darum zu schlendern und diese Sachen, die so, dass sich das so krass verändert hat.
01:01:09: Ja.
01:01:09: Oder
01:01:09: du dich jetzt einfach besser einschätzen kannst.
01:01:13: Ja, ich.
01:01:14: Und ob das dann damals nicht dein War es natürlich, oder es hat dich dann halt so hochgepeitscht, diese ganzen Reize und so, weil wir hatten ja auch voll oft so voll Spaß.
01:01:28: Ich hatte früher ja dann voll oft dann hohen und dann die Tiefen, also dann Panikattacken, dann krass depressive Phasen und so was und das war halt immer dann die Kompensation, der Körper hat halt kompensiert, so dann die... dass das ganze pulver verschossen wurde sozusagen und auch wenn ich das mega geil finde keine ahnung am kudam zu leben und einfach runter zu gehen und sowas merke ich jetzt einfach dass das mir halt nicht so Gut tut und das ist jetzt.
01:02:02: aber wir nehmen euch jetzt sozusagen hier mit, weil ja, nicht nur dass ich jetzt plötzlich ja nicht mehr dunkle Haare habe, sondern rot Haare.
01:02:09: Ich finde es ist gefütternd anderer Mensch.
01:02:11: Ich muss mich selbst rausfinden und wir nehmen euch hier mit auf die Reise mit allem, was passiert.
01:02:15: Da können wir noch mal ein bisschen mehr ein Update geben in der nächsten Folge, was gerade so bei uns so im Leben passiert, was wir auch so viele Ziele haben für nächstes Jahr.
01:02:23: Das war die letzte Frage.
01:02:24: Jetzt haben wir so lange über die andere Frage geredet.
01:02:27: Das war die dritte Frage, die noch reingekommen ist.
01:02:30: war.
01:02:31: Was wünschen wir uns für?
01:02:34: Ja, mega.
01:02:34: Da können wir ja dann nächste Woche drüber sprechen, was wir so für Ziele haben, was wir uns da so vornehmen, wie unser Leben jetzt so weitergehen.
01:02:40: Und dann nehmen wir euch hier wöchentlich mit und erzählen euch einfach, was passiert und labern drauf los.
01:02:46: Aber ich glaube, alle, die uns nicht kannten und auch diejenigen, die für die haben wir jetzt, glaube ich, einen ganz guten
01:02:52: ja
01:02:52: rundum Schlag gegeben von uns, oder?
01:02:56: Aber wir werden auf jeden Fall eine Fragerunde eröffnen, sodass alle da nochmal die Gelegenheit haben, so die, die uns nicht kennen und so auch nochmal zu
01:03:05: sagen, was sie gerne von
01:03:06: uns wissen wollen.
01:03:07: Ja, wir haben euch lieb.
01:03:08: Wir freuen uns auf die Reise und dann wir brauchen auch unbedingt Bewertungen.
01:03:13: Bitte, bitte, bitte bewertet den Podcast.
01:03:17: Na ja, gut, ich hasse diesen Teil so sehr.
01:03:19: Ja, vor allem so ganz am Ende halt überhaupt noch jemand zu.
01:03:22: Okay, bis zum nächsten Mal.
01:03:23: Ciao.